Mai 2020

 
     
     

 

Guten Tag {name} {surname},

es ist lange her, dass Du von mir gehört hast. Ich hoffe sehr, dass Du den Corona bedingten ZeitRaum auf Deine ganz eigene Art für Dich sinnvoll machen konntest und noch machen kannst. Nie zuvor war u.a. das Prinzip des Hier und Jetzt so aktuell in unser aller Leben.

Wie vermutlich auch Du, musste ich die rasanten Auswirkungen der Corona-Verordnungen auf mein Leben und meine Arbeit erst einmal verdauen. Nach einer ersten Orientierungslosigkeit, alle Projekte an Bildungseinrichtungen und Uni waren abgesagt, genoss ich Stille und Unaufgeregtheit. Wenig später begann ich mich in der ehrenamtlichen Krisenberatung über aachen.handelt.de und bei der Krisenberatungsstelle der deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG) zu engagieren. Die gewonnene Leere bot auch Gelegenheit, meine Zertifizierung als Supervisorin verlängern zu lassen; ein aufwendiger bürokratischer Akt. Ich freue mich, Dir mitteilen zu können, dass alles gut geklappt hat.

Die Auswirkungen der Verordnungen bringen das Thema Raum und die zum Raum gehörenden Koordinaten Grenzen und Zeit in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit. So begrenzt auf allen Ebenen waren wir seit Jahrzehnten nicht mehr! Hast Du darunter nur gelitten oder konntest und kannst Du der Beschränkung auch Gutes abgewinnen? Ich würde mich sehr freuen, dazu von Dir zu hören.

Mir z.B. schmeckt es nicht, dass die Fortbildung Systemische Selbst-Integration, eine Aufstellungsarbeit, an der ich bei Dr. Langlotz in München teilnehme, im Juli nicht mehr vor Ort, sondern online durchgeführt wird. Obwohl ich nicht erst seit Corona Online arbeite, fehlt mir der direkte Kontakt. Und als Freiberuflerin, die zuhause lebt und arbeitet, brauche ich ausreichend Orts- und Raumwechsel, damit mir nicht die Decke auf den Kopf fällt. Zunehmend höre ich nun auch von Studenten und Berufstätigen um mich herum, dass es ihnen ähnlich ergeht. Die Suche nach neuen Arbeitsmodellen wird bzw. muss also weitergehen und der Gestaltbegriff des KONTAKTES wird in seiner Bedeutung für den Menschen hoffentlich neu erkannt. Menschen brauchen Menschen. Direkt und konkret.

Mit Wiederaufnahme der Einzelsitzungen Ende April habe ich die kreativen Medien als Mittel zur Unterstützung von Selbst- und Weltkenntnis wieder aufgegriffen. Dass dabei ausgerechnet das Tonfeld an erster Stelle steht, geschah sowohl intuitiv als auch überlegt. Ich wollte mit der Arbeit auf dem Boden und in der Stille bleiben.

Von Klienten und Klientinnen wurde mein Vorschlag vor allem neugierig, manchmal regelrecht wagemutig aufgegriffen und wird seitdem fortgeführt. 

In diesem mit Ton gefüllten Feld betätigen sich Deine Hände während Du die Augen geschlossen hältst und weitgehend schweigst. Als unterstützendes Element steht noch Wasser zur Verfügung. Eine Klientin äußerte sich dazu so: „Die Begrenzung tut mir gut. Es ist eine klare Ansage, an der ich mich orientiere.“ Jemand anders hielt im Weggehen auf dem Treppenabsatz inne, drehte sich nochmals zu mir und sagte: „DAS!!! hat jetzt RICHTIG  SPASS gemacht!“ Die strahlenden Augen sprühten vor Begeisterung und Lebenslust anstelle der zu Sitzungsbeginn vorhandenen depressiven Verstimmung.

     

Es gibt viele Anlässe, sich des Bodens auf dem wir stehen, (rück)zuversichern. Das Coronavirus ist nur einer davon.

Aus gegebenem Anlass erinnere ich daran, dass Du, wenn Du bei mir Klient/Klientin bist, notfalls immer bei mir anrufen kannst. Durch den AB erfährst Du, ob ich anwesend bin. Wenn ja, kannst Du eine Nachricht hinterlassen und ich rufe i.d.R. innerhalb eines Tages zurück. 

Falls Du mit Dir, Deinen Lieben und/oder Deinen Themen aktuell nicht allein klarkommst, Dich Ängste oder Sorgen umtreiben oder auch alte Traumen wiederbelebt werden – Nein!! Du bist damit nicht allein!! - biete ich bereits seit Ende April wieder 1:1 Sitzungen unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes und gemäß den Aussagen des Gesundheitsamtes Aachen. Wer meinen Arbeitsraum kennt, weiß, dass dies leicht einzuhalten ist. Natürlich sind auch Online- oder Telefon-Sitzungen nach wie vor möglich. Siehe auch Krisenberatung unter Themen und Termine. Dort findest Du auch alle weiteren aktuellen Möglichkeiten. 

Abschließend wünsche ich Dir erholsame Pfingstage und uns allen einen offenen Geist. Bleib gesund und komm gut durch diesen ungewöhnlichen Sommer.

Mit herzlichen Grüßen,

Luitgard

Chinesisches Sprichwort
„Ich ging jenen Weg, 
Ich ging einen anderen Weg, 
dann ging ich meinen Weg.“

 
Themen und Termine:
 

Krisenberatung

Menschen in Not können über den Link der DVG corona-krisenberatung oder über aachen-handelt mit mir ein kostenfreies Gespräch vereinbaren. Bitte lies dazu die Angaben auf der DVG-Seite.

 
 
FrauenZimmer®

 

GESTALT speziell für Frauen. Die Kleingruppe wird ab Juni fortgesetzt mit den bisherigen Teilnehmerinnen.

 

 
 
GESTALT - Therapie für Beruf & Persönlichkeit


Die Kleingruppe wird ab Mai fortgesetzt mit den bisherigen TeilnehmerInnen. 

 
 
Das Kriegserbe in der Seele

Veranstaltungsreihe in Aachen

In Kooperation mit kfd Aachen, VHS Aachen, Bischöfliche Akademie und Apollo Kino.

Offene Gruppe / Seminare / Filmvorführungen
dürfen nach wie vor nicht stattfinden. Ich informiere, sobald mir Änderungen bekannt werden oder neue Angaben zu den Bildungseinrichtungen vorliegen.

Ein aktueller Artikel über die Veranstaltungsreihe erschien zum 8. Mai 2020, 75 Jahre Kriegsende, und benennt ein Hauptanliegen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen: Fuer-sich-Frieden-finden

 
 

Supervision / Coaching wieder ab 20.10.2020

Gruppe für Menschen in psychosozialen Berufen

Arbeit mit und am Menschen verlangt neben der fachlichen Qualifikation ein hohes Maß an Selbst- und Menschenkenntnis und eine differenzierte Wahrnehmung der jeweiligen Interaktion […]

mehr Informationen
 

Buchtipp

"Körperschmerz, Seelenschmerz"

Pausen bieten auch Zeit zum Lesen. Dabei entdeckte ich einen Klassiker neu, den ich hier allen empfehle, die sich mit Schmerzen und/oder chronischen Erkrankungen wie z.B. Fibromyalgie oder Rücken herumschlagen. Der Titel lautet: „Körperschmerz, Seelenschmerz“, die Autoren sind Hildegund Heinl und ihr Sohn Peter Heinl, einigen von Euch sicher durch sein Buch „Maikäfer flieg“ bekannt. Bei amazon findest Du meine Rezension zum Buch: customer-reviews

Eine Klientin, der ich das Buch empfahl, (Zitat ist genehmigt) schrieb mir dazu: „Vielen Dank für dieses Buch! Es hilft mir sehr, meine Erkrankung zu begreifen und meiner Wahrnehmung mehr zu vertrauen. …. Ich fühle mich durch diese Betrachtungsweise enorm entlastet.“

Solltest Du das Buch jetzt ebenfalls lesen, freue ich mich sehr, wenn Du Lust hast, Deine Erfahrungen mit mir oder auch den LeserInnen des Newsletters zu teilen.

 
 
   

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